Industriemehl-Marktintelligenzbericht (18. M?rz 2026)
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I. Marktpreisdynamik
1. Einzelhandelspreise
- Die Einzelhandelspreise für Mehl blieben in den wichtigsten chinesischen St?dten stabil:
- Für Premium-Weizenmehl der Qualit?tsstufe Nr. 1 (?Te Yi Fen“) lag der Durchschnittspreis bei 2,63 RMB pro Jin (500 g), wie von der Entwicklungs- und Reformkommission der Stadt Yantai erfasst (Datenstand: 18. M?rz 2025);
- Der Einzelhandelspreis für Mehl in Lanzhou betrug 2,47 RMB pro Jin (Stand: 18. M?rz 2025) und blieb damit unver?ndert gegenüber dem Vorzeitraum.
- Die Gro?handelspreise zeigten nur geringe Schwankungen:
- Der nationale Jahresdurchschnittspreis für hochverfeinertes Premium-Mehl (?Te Jing Fen“) im Dezember 2025 belief sich auf 2.815,70 RMB je Tonne; dies entspricht einem Rückgang von 9,75 % gegenüber dem Vorjahr. Der H?chstpreis wurde Ende November 2025 mit 2.898 RMB/Tonne erreicht; der Tiefstpreis lag Ende Juli 2025 bei 2.762 RMB/Tonne – die gesamte Preisspanne betrug somit 136 RMB/Tonne.
2. Politisch gestützte Weizenauktionen
- Am 18. M?rz 2026 organisierte die Nationale Verwaltung für Lebensmittel und strategische Reserven eine wettbewerbliche Auktion für Weizen im Rahmen des Mindestankaufspreisprogramms. Die Preisunterschiede zwischen den Qualit?tsstufen wurden auf 40 RMB/Tonne festgelegt; die erforderliche Bieterkaution betrug insgesamt 110 RMB/Tonne (100 RMB/Tonne als Leistungskaution plus 10 RMB/Tonne als Transaktionsgebühr).
- Am selben Tag führte die Provinz Yunnan eine Auktion für landeseigene Getreidereserven durch, bei der 12.300 Tonnen Weizen aus den Erntejahren 2020 bis 2022 angeboten wurden. Obwohl der Startgebotpreis nicht offengelegt wurde, entsprach der Kautionssatz dem nationalen Niveau (110 RMB/Tonne).
II. Angebots-Nachfrage-Analyse
1. Angebotsseite
- Politisch gesteuerte Getreideversorgung: Die jüngste intensive Freigabe von staatlich unterstütztem Weizen hat die Marktliquidit?t erh?ht und damit steigende Preisentwicklungen begrenzt. So hat beispielsweise die Weizenauktion der Provinz Yunnan im M?rz 2026 mit einem Volumen von 12.300 Tonnen – kombiniert mit bundesweiten Transaktionen – zu einer kurzfristigen Angebotsüberflusslage beigetragen.
- Unternehmensbest?nde: Die Auslastung der Mühlen ist nach den Feiertagen wieder angestiegen; gleichzeitig beschleunigte sich jedoch der Abbau der Lagerbest?nde. Die Rückkehr der Wanderarbeiter nach dem Frühlingsfest führte zu einer verst?rkten Nachschubbeschaffung am Endverbrauchermarkt, was die Unternehmensbest?nde kontinuierlich reduzierte und die Grundlage für eine verbesserte Beschaffungs- und Absatzaktivit?t legte.
2. Nachfrageseite
- Verbrauchsstruktur: Die Nachfrage nach Mehl weist ein Muster ?Hochsaison ohne Hoch“ auf: In vorfestlichen Phasen (z. B. Mittherbstfest, Nationalfeiertag) steigt die Handelsaktivit?t typischerweise nur moderat an; die Auftragsvolumina variieren dabei stark zwischen den einzelnen Unternehmen.
- Substitutionseffekte: Ver?nderungen der Ern?hrungsgewohnheiten (z. B. rückl?ufiger Verbrauch von Grundnahrungsmitteln) sowie die sinkende Qualit?t alternativer Futtermittelrohstoffe (z. B. Mais) haben den Einsatz von Weizen im Tierfutter erh?ht und dadurch einen Teil des Weizens von der Mehlerzeugung abgezogen.
III. Kosten und Rentabilit?t
1. Rohstoffkosten
- Die Weizenpreise stehen weiterhin unter Druck infolge der politisch gesteuerten Getreidefreigaben; h?here Beschaffungskosten, die die Mühlen im vierten Quartal 2025 getragen haben, k?nnten jedoch im ersten Halbjahr 2026 eine Preisuntergrenze für Mehl bilden.
- Ende November 2025 führte ein relativ knapper Weizen-Zulieferstrom dazu, dass Mühlen proaktiv ihre Preise anhoben, um die Versorgung sicherzustellen; dies trieb die Mehlpreise auf ihren j?hrlichen H?chststand von 2.898 RMB/Tonne.
2. Unternehmensrentabilit?t
- Die Branchenkonzentration nimmt zu (CR6 erreichte 2025 einen Wert von 33 %); dennoch bleibt die anhaltende überkapazit?t (j?hrliche Verarbeitungskapazit?t: 204 Millionen Tonnen, ein Rückgang um 3,28 % gegenüber dem Vorjahr) ein Faktor, der den Wettbewerb versch?rft und die Rentabilit?t d?mpft.
- Im Jahr 2025 senkten Mehlmühlen die Preise für Kleie (ein Nebenprodukt), um die Auftragsvolumina zu steigern; die Gesamtauslastung blieb jedoch eingeschr?nkt, sodass die Produktion um 2,11 % gegenüber dem Vorjahr auf 74,4 Millionen Tonnen sank.
IV. Marktausblick
1. Kurzfristig (1–3 Monate)
- Preistrend: Die Mehlpreise werden voraussichtlich weitgehend stabil bleiben, wobei lediglich geringfügige, lokal begrenzte Schwankungen zu erwarten sind. Die niedrige Beteiligung an den Auktionen sowie die schrumpfenden Aufschl?ge bei staatlich gestützten Weizenauktionen spiegeln eine starke Markt-Vorsicht wider und begrenzen damit die Bereitschaft der Mühlen, ihre Preise anzupassen.
- Nachfragetrend: Im Anschluss an die Wanderarbeiter-Welle nach dem Frühlingsfest k?nnten einige Mühlen bescheidene Preissenkungen einführen, um das Absatzvolumen anzukurbeln; diese Ma?nahmen werden jedoch wahrscheinlich in ihrem Umfang begrenzt bleiben.
2. Mittelfristig (6–12 Monate)
- Kostenbedingter Aufw?rtstrend: Bei der Ernte des neuen Weizens 2026 k?nnte ein Anstieg der Weizenpreise infolge einer st?rkeren Nachfrage im Futtermittelsektor zu einem Tiefpunkt der Mehlpreise führen, gefolgt von einer Erholung. Der prognostizierte durchschnittliche Jahresmehlpreis wird sich um 1,62 % gegenüber dem Vorjahr auf 2.861 RMB/Tonne erh?hen.
- Saisonalit?t: Monatliche H?chstst?nde sind voraussichtlich im November (traditionelle Hochkonsumphase) zu erwarten, w?hrend die Tiefstst?nde im Juli (Nebensaison) erwartet werden.
3. Langfristig (1–3 Jahre)
- Branchenkonsolidierung: überkapazit?t und geringe Marktkonzentration werden weiterhin bestehen bleiben und Unternehmen zwingen, ihre Wettbewerbsf?higkeit durch technologische Innovationen (z. B. Entwicklung von Vollkorn- oder Mischkornmehlen) sowie Markenaufbau zu st?rken.
- Politische Unterstützung: Regierungsinitiativen – darunter Steuererleichterungen und Subventionen für technologische Modernisierungen – k?nnten eingeführt werden, um eine nachhaltige Branchenentwicklung zu f?rdern.
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